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Donnerstag, 8. Mai 2008
 Nicht wirklich mittelalterlich aber auf jeden Fall hilfreich: Google Translate kann jetzt Finnisch und Norwegisch! Da bisher eigentlich kaum verwendbare Onlineübersetzer für diese Sprachen vorhanden waren, war die Lektüre von Quellen aus den skandinavischen Ländern bisher mehr oder weniger qualvoll. Allerdings:
Naja, wird wohl noch kommen. Wenigstens merkt Google schonmal um welche Sprache es sich handelt
Donnerstag, 29. November 2007
 Wir alle kennen es: Dauernd braucht man neue Messer, weil die alten beim Essen schmutzig geworden sind, noch Platz am Gürtel ist oder man unvermuteten Stauraum entdeckt hat. Bisher war die Antwort auf die drängende Frage: " Waaaah! Woher bekomm ich ein Messer?" nur durch "von Sigi Herson natürlich!" zu beantworten, doch jetzt gibt es einen neuen Stern am Schmiedehimmel: Woelund der Schmied, aka Guido Wieland, bringt seine Messer jetzt auch im Netz unter's Volk, besucht ihn unter http://www.woelund.de
In seiner Freizeit arbeitet Guido übrigens für den Chef, kann also nur gut sein!
Donnerstag, 11. Oktober 2007
Freitag, 29. Juni 2007

Sigis Turbomet: Macht Sie 1000 Jahre alt - über Nacht!
"Methusalem" vollständig lesen
Montag, 18. Juni 2007
 Als wir vor zwei Jahren vom ersten "Mittelalter-Spectacel Berncastel-Cues" zurück kamen, begann ich meinen Lagerbericht mit den Worten:
" Wenn eine Stadt einen Mittelaltermarkt ausrichtet und das ganze als "Spectacel" (mit "c"!) bezeichnet, lässt das böses Ahnen. Bilder von Rittern mit Papphelmen, die sich von einer Fressbude zur nächsten schieben um später im Vollrausch "Odin!" zu brüllen drängen sich auf.."
 ..um gleich festzustellen, dass diese bösen Vorahnungen vollkommen unbegründet waren. Es gab schöne Marktstände, das Verhältnis zur Anzahl der Fressbuden stimmte und es gab ein schönes offenes Lager. Keine Sorge, jetzt kommt kein " Das alles gab es in diesem Jahr nicht mehr". Auch in diesem Jahr gab es wieder sehr schöne Marktstände mit aktiven Handwerkern, es gab interessante Showeinlagen und entsprechend des Themas "Orient trifft Okzident" natürlich auch knapp bekleidete Bauchtänzerinnen. Aber es gab auch einen Trend weg vom "Aktiven-Markt" zu beobachten.
Das Lager am Markt ist deutlich geschrumpft, man möchte fast sagen, dass es kaum mehr wahrnehmbar war. Das mag an der Thematik des Marktes und der damit verbundenen strengen Auswahl der Gruppen gelegen haben, ich nehme an es gibt nicht wirklich viele orientalische Truppen in der Region - andererseits gibt es jede Menge hochmittelalterliche Gruppen, die aber fast sämtlich durch Abwesenheit glänzten. Grade nach dem schönen Einstand des Marktes vor zwei Jahren, würde ich erwarten, dass sich alles was ein Zelt hat um einen Lagerplatz in Bernkastel geprügelt hätte - aber: Fehlanzeige. Man möchte fast vermuten, dass das Kosten/Nutzen Verhältnis eines großen Lagers in den Augen des Veranstalers zu sehr auf den Geldbeutel drückt. Der Eindruck wird leider noch bestärkt, wenn man sich die schiere Masse an Fressbuden vor Augen hält. Nicht falsch verstehen: Pommes und Currywurst sucht man in Bernkastel weiterhin vergebens, aber die Masse an diversen Fressereien hat Kirmesniveau erreicht. Dann die Gerüchte über horrende Standgebühren - das Marktvolk tratscht natürlich gerne.
Auf jeden Fall fühlte man sich als Aktiver kaum mehr integriert sondern zusammen mit dem übrigen Volk zur kommerziellen Ausschlachtung frei gegeben. Und was soll man sagen: Wir lassen uns doch gerne schlachten und hatten trotzdem einen schönen Abend an der Mosel
Bernkastel wünsche ich auf jeden Fall, nicht das Schicksal vom Burgenfest in Manderscheid und ähnlichen Spectaculy zu teilen. Ihr habt die Messlatte vor zwei Jahren sehr hoch gelegt, ihr schafft es sicher noch einmal darüber zu springen!
Donnerstag, 14. Juni 2007
 " Swedish archaeologists have uncovered signs of a Viking precursor to Mickey Mouse. Among the objects found during excavations at Uppåkra in southern Sweden is an iron age figure bearing a strong resemblance to the classic cartoon character." ( TheLocal.se)
gefunden bei Alex
Montag, 11. Juni 2007
 Eine verschlissene Jeans mit aufgerissenen Knien, ein grünes T-Shirt mit einem pixeligen Männchen, das Blitze schleudert, frisch geduscht und mit sauberen Füssen und Fingernägeln - ich bin wieder zurück "in der Zivilisation". Vor ein paar Stunden war ich noch mit Männern mit Bärten in des Geyers schwarzem Haufen auf hohem Berge unterwegs, war mit Irrlichtern auf Wanderschaft, habe - nota bene - zehn Orks unter den Toren mit dem Wakangasax erschlagen und wenn der Abend nahte mit rotem Wein im Becher bei der Lindenwirtin mit Adele den Geigentanz getanzt. Die Melodien gehen mir noch nicht aus dem Kopf, vorbei ist ein Trebeta-Lager, bei dem alles gestimmt hat. Man höre und staune: Sogar das Wetter hat mitgespielt, der Donnergott liess es sich zwar nicht nehmen an unserer Tafel Platz zu nehmen und erschien immer brav pünktlich zum Abendessen.
 So wie dieser waren auch die übrigen Gäste einfach die besten, die wir hätten haben können, weil ihr genau wisst worauf es bei Trebeta ankommt: "Hirn bitte am Eingang abgeben, wir stellen Sammelbehälter zur Verfügung. Bitte nehmen Sie Platz, die nächste Fahrt geht rückwärts!" - Ok, rückwärts ist dem ein oder anderen Magen nicht so gut bekommen, an dieser Stelle "Gute Besserung!" an die Fee. Ebenfalls zu Gast waren Miriaden von Fliegen und Bremsen, die tatsächlich etwas lästig waren. Allerdings nicht so lästig, wie die Zecke, die sich bei Felagunt an pei nl icher Stelle festgesetzt hat - hoffentlich ist sie jetzt erfolgreich entfernt worden, ohne dass größere Stücke abgeschnitten werden mussten!
 Ein sehr besonderes Ereignis trug sich an einem Abend zu, als wir grade in gemütlicher Runde am Feuer saßen und uns Geschichten von vergangenen Schlachten erzählten. Zwischen dem prasselnden Feuer und dem plätschernden Bach hätten wir das leise Wimmern fast überhört, das von dem kleinen Nachen kam, der den Merlbach schnell abwärts trieb. Sofort verstummten die angeregten Gespräche und wir fischten das Bündel mit langen Stangen aus den Fluten. Wir trauten unseren Augen kaum, als wir das weinende Bündel an Land zogen: In graue, verschlissene Leinentücher eingehüllt lag darin ein bärtiger Mann von 52 Jahren und sagte: "Hallo! Ich bin der Jupp!" Er wusste nicht viel von seiner Herkunft, kannte nicht seine Eltern und wusste nicht wo sein Heim war. Er wusste nur, dass er seit vielen Tagen in dem kleinen Boot auf dem Bach getrieben hatte mit nichts als einem Widderhorn voll Weizenkorn versorgt. Also sprach Sigi Herson: "Du sollst fortan meinen Namen tragen, Jupp Segerson!" und so fand der Findling Jupp sein neues Heim bei den Wikingern vom Deisterwald und man hörte die Leute sagen, dass ihm damit eine große Ehre widerfahren sei - eine noch größere Ehre ist das für uns!
 Jetzt schaue ich mir die unzähligen Bilder von der letzten Woche an und mir fallen die vielen kleinen Geschichten ein: Metzger Ingo, der uns wie jedes Jahr mit der Sau versorgt hat, erschien am Mittwoch abend mit geschultertem Schwein, Flo vom Metal Hammer war zu Gast um Videomaterial über die Jomswikinger zu sammeln, Luis hat die ganze Woche Luftgitarre gespielt, Andrea und Marion kamen mit ihren Pferden vorbei und führten die Kinder damit ums Lager, Thomas präsentierte uns seine neue Rüstung und seinen neuen Titel "Ritter vom heiligen Radkreuz", Hvitur, Sigi und ich waren als Unterwäschemodells unterwegs, der Baldachin ist in einer Nacht nicht umgefallen, die Kinder haben einen Staudamm gebaut, den wir großen nicht besser hin bekommen hätten, Balla hat nachts den Opferaltar leer gefressen, ich bin dreimal in den Bach gefallen ("Das war Absicht!"), Perchta schnarcht manchmal ganz furchtbar und Wieland hat uns ein LAGER mitgebracht.
 Am letzten Abend fand auch wieder der Skaldenwettbewerb statt. Sigi lobte eine Flasche seines selbstgemachten (und übrigens verdammt leckeren) Mets aus für den Skalden, der das kritische Publikum am besten unterhalte. Angesichts dessen herrschte am frühen Abend hektische Betriebsamkeit an den Schreibertischen und mit Einbruch der Dunkelheit versammelten sich alle an der Tafel vorm großen Feuer um den Vorträgen zu lauschen. Den Anfang machten die mutigsten unter uns: Die Kinder hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und dichteten und sangen für uns. Hätten wir über ihre Beiträge abgestimmt, wäre die Flasche Met sicher an die Kinder gegangen, aber dann hätten wieder alle Erwachsenen geweint. Also ging eine Flasche Apfelsaft (angeblich frisch unter den Armen gepresst) an jedes Kind. Im Anschluss erfreuten uns die fast genauso schönen Beiträge in der Kategorie "Verdammt-ich-will-den-Met-haben!", in der Schildbeissers Truppe mit einem Lobgesang auf... uns!? knapper Sieger wurde und den Gewinn der Allgemeinheit und einem sehr gemütlichen letzten Abend zuführte.
Für mich war's das Highlight der Saison und ich bin dankbar für unsere tollen Gäste! Ihr habt uns gezeigt, dass wir's genau richtig machen und wir behaupten ganz unbescheiden: Ihr habt euch wohl gefühlt, Spass und ein paar schöne Tage gehabt - und damit macht ihr uns eine riesige Freude! Ich will keinen von euch im nächsten Jahr vermissen!
LAGER!
Bilder gibt's hier: http://picasaweb.google.com/trebeta/TrebetaLager2007
Sonntag, 3. Juni 2007
 Nächsten Mittwoch ist es wieder soweit: Trebeta sammelt sich und alle, die uns lieb und teuer, vor allem aber unserer nicht überdrüssig, sind, packt die sieben Sachen und zieht um an die schöne Merlbach, um die Zelte zu lüften. Wer uns kennt weiss, dass wir ein unglaublich fauler Haufen sind und dass wir die meiste Zeit beim Lager damit verbringen aufzubauen. Eigentlich sehen die meisten Lager so aus, dass wir aufbauen, danach ein Bier trinken und schon wieder abbauen müssen, weil die Zeit knapp wird. Damit wir an unserem eigenen Lager wenigstens Zeit bekommen um uns mit unseren Gästen zu unterhalten, haben wir diesmal einfach ein paar Tage vorher - also heute - mit dem Aufbau begonnen.

( mehr Bilder hier)
Also, langer Rede kurzer Sinn: Knoten ins Taschentuch! Nächsten Mittwoch geht's zu Trebeta! Fühl Dich eingeladen!  Du findest uns am einfachsten mit unserer Trebeta Unterwegs Karte
Mittwoch, 16. Mai 2007
 ..und hatte den Text vergessen! Wie ärgerlich! So ähnlich ging's uns am Samstag abend am Feuer in Bundenbach, wo wir mit ordentlich geöltem Stimmorgan und von unbändigem Elan erfüllt die schönsten Lieder trällerten und doch die ein oder andere Textschwäche feststellen mussten. Es ist also höchste Zeit die bereits vor längerem angefangene Liedersammlung zu ergänzen. Die Charteinsteiger der Woche ist der All-Time-Klassiker " Ich stand auf hohem Berge" im Poeta Magica Edit. Weitere werden sicher folgen. Rock on!
Update: Hab schon ein paar Texte nachgelegt:
Der Bauch des Spielmanns
Adele
Wenn der Abend naht
Roter Wein im Becher

Letztes Wochenende waren wir wieder einmal zu Gast in der Keltensiedlung Altburg bei Bundenbach. Der Anlass war sowohl statischer als auch kulinarischer Natur: Das Dorf hat einen neuen Backofen bekommen, der innerhalb von drei Tagen aus einem Weidengeflecht und einem Kubikmeter Lehm enstanden war. Und dieser Backofen sollte zum ersten mal angefeuert und genutzt werden. Das erste anfeuern ist insofern ein spannender Moment, weil sich dabei unweigerlich die ersten Risse zeigen, die repariert werden wollen. Die Frage ist nur: Wie schlimm wird er reissen?
In unserem Fall lautete die Antwort glücklicherweise " nicht sehr viel" und so konnte der Ofen am Sonntagmorgen richtig in Schwung gebracht werden um die ersten Brote zu backen. Ein Kompromiss musste zwar eingegangen werden - der Teig konnte nicht zu Ende gehen gelassen werden, weil's an richtigen Brotkörben fehlte, denn die Gefahr, dass er in der weiteren Behandlung ohne Körbe zusammen gefallen wäre, war zu groß - aber das nach einer knappen Stunde Backzeit fertige Brot war trotzdem sehr, sehr lecker
Schaut euch die Bilder dazu an, um zu erfahren wie anstrengend das Wochenende wirklich war
Donnerstag, 12. April 2007
 Das schönste am Hobby ist doch, dass man viel rum kommt, Leute kennen lernt und schöne Plätze entdeckt. In den letzten fünf Jahren haben wir einige Kilometer zurück gelegt und sind an vielen verschiedenen Orten gewesen. Wenn man sich all die Plätze auf einer Landkarte markiert, fällt auf, dass wir den Südwesten Deutschlands quasi schon komplett bereist haben und einige Abstecher in entlegenere Region gewagt haben. Könnt ihr euch nicht vorstellen? Dann guckt doch selber auf die Karte!
Die interaktive Karte zeigt viele Orte an denen wir waren (leider nicht alle, so einiges vergisst man dann doch mit der Zeit) und bietet euch den ganzen Komfort von Google Maps, d.h. ihr könnt euch zu unseren Beschreibungen auch gleich die Satellittenbilder und Strassenkarten anzeigen lassen und dabei fast bis ins Vorzelt zoomen. Die Karte wird natürlich auch weiter gepflegt und um unsere zukünftigen Vikingfahrten und interessante Stätten ergänzt  Ihr findet deshalb auch einen Link dazu im Bereich Lagerberichte
Mittwoch, 11. April 2007
 Das Rheinische Landesmuseum Bonn zeigt noch bis Sonntag die Ausstellung Von den Göttern zu Gott.
Das gesamte 20. Jahrhundert hindurch haben Archäologen in rheinischen Kirchen nach den Ursprüngen des frühen Christentums gegraben, und dies in teilweise jahrzehntelangen Kampagnen. In den letzten 20 Jahren hat man diese Grabungen neu bewertet. Neue Interpretationen und verlässlichere Datierungen zu den ältesten Spuren des Christentums wurden formuliert. Befunde, die früher in die Spätantike datiert wurden, sind jetzt als Reste frühmittelalterlicher Bauten erwiesen, vornehmlich des 6. Jahrhunderts. Ehemals christlich gedeutete Architektur ist in ihrer Funktion oft nicht so klar zuzuordnen. Auf dieser verbesserten Grundlage wird der Abgleich der archäologischen und historischen Quellen in der Ausstellung neu vorgenommen. ( Website der Ausstellung)
Der Fokus der Ausstellung liegt dabei bei Gott und weniger bei den Göttern, was sie aber keineswegs uninteressant macht! Gezeigt werden Exponate von der Spätantike bis zum Frühmittelalter, mit teilweise noch nie gezeigten Fundstücken wie der Fischlampe aus einem Spätrömischen Grab. Einen kleinen Eindruck kann die Fotosammlung in unserer Galerie bieten, die aber erst mit dem Ausstellungskatalog wirklich aussagekräftig wird.
Dienstag, 10. April 2007
  Peter von der Horde Hasalaha hatte uns in die Keltensiedlung Altburg bei Bundenbach eingeladen und wir sind der Einladung gerne gefolgt. Bei herrlichem Wetter ging die Fahrt also in den Hunsrück. Schon der Anblick der Schmidtburgruine entlockte nicht nur Ronja ein erstes "Oh, wie geil". Nach kurzem Fussmarsch standen wir also vor den Toren der bis 1988 rekonstruierten Keltensiedlung, die heute u.a. durch Peters Leute wieder "belebt" wird und offensichtlich ein Touristenmagnet ist. Kein Wunder, denn auf Wunsch werden Gruppen gerne durch die Anlage geführt, die Ausstellung im "Keller" liefert leicht verdauliches Hintergrundwissen und: Bogenschiessen für Jedermann, das zieht immer! Mehr will ich gar nicht erzählen, sondern lieber Bilder sprechen lassen. Wir haben uns auf jeden Fall sehr wohl gefühlt und kommen gerne wieder!  Wenn ihr euch schonmal einen Eindruck aus der Luft verschaffen wollt, dann besucht die Keltensiedlung per Google Maps.
 Mit flinken Fingern gewebt sind die wunderschönen Brettchenborten unserer Mädels. Hier eine aktuelle Auswahl aus dem Nähkästchen.
Faras Borten:
Hellas Borten:
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Mo, 09.05.2011 15:01
Ein amüsanter Artikel und sehe nswerte Bilder - hat mir hier sehr gut gefallen. Auch wenn d as nicht unbedingt "Mitt [...]