
Samstag morgen, neun Uhr. Wir treffen uns im Stützpunkt und trinken erst mal Kaffee.
Endlich, die Saison 2006 ist eröffnet.
Gegen 11:00 Uhr kommen Sega, Nesges, Bine und ich los. Es geht Richtung Hillesheim und weiter nach Leudersdorf im Kreis Daun. Wir sind Eingeladen zu unseren Befreundeten Nachbarn ARDAGA, die Beltane feiern.
Besseres Wetter kann man sich zum Starten gar nicht wünschen, es regnet und in Hillesheim angekommen fängt es an zu schneien. Feiern wir Beltane oder Samhain????
Ich geh noch schnell in den Plusmarkt ans Schnapsregal, dann sind es nur noch 8km bis zu ARDAGA.
Nach einer Begrüßungsrunde bauen wir mein Zelt auf, was wirklich schnell geht für Trebeta Verhältnisse, und nachdem wir uns eingerichtet haben, geht es erst mal zu den Jungs der Speyerer. Die haben schon so ein super großes und vor allem warmes Zelt, dank Rauchabzug. So eins kriegen wir auch baldJ
Am Nachmittag stößt Chris mit ihrem Hund Louis noch zu uns.
Der Tag vergeht rasch und der Abend verspricht feucht fröhlich zu werden.
Thomas verlässt uns leider schon früh, weil er nicht richtig fit ist.
Die meisten machen an diesem Abend zart, da für den nächsten Tag ein Marsch nach Üxheim geplant ist. Dort kommt die Tochter von Freunden zur Kommunion.
Der Morgen beginnt recht frisch aber das Wetter ist gar nicht so schlecht. Wenn die Sonne raus kommt und es Windstill ist, wird es richtig angenehm.
Nach einem guten Frühstück rödeln wir uns an für den Marsch nach Üxheim.
Bis dahin sind es ca. 1,5 km, die sich bei der Menge an Leuten, leicht bewältigen lässt.
Unser Tross besteht aus ca. 10 bewaffneten Männern und einigen Frauen. Außerdem, sind Dank Holdger (Heindalls Erben) vier Pferde dabei. Als ich Holdger und Herger auf den Pferden sehe und ich mir ins Gedächtnis Rufe das wir jetzt zu einer Kirche gehen, muss ich sofort an eine Geschichte von den beiden Denken, ha ha ha, ihr zwei mögt mir das verzeihen

An der Kirche angekommen bilden wir zwei Reihen vorm Eingang. Ich bin mal gespannt wie die Leute darauf reagieren. In Lünebach würde diese Aktion nicht gut kommen.
Die ersten Raucher verlassen die Kirche und staunen nicht schlecht. Als nächstes verlässt der Musikverein die Kirche und fängt draußen an zu spielen. Das gefällt den Pferden gar nicht und man muss ein paar Ehrenrunden drehen.
Als nächstes kommen die Kommunionskinder und man erkennt sofort für wenn die Überraschung ist. Das Mädel wird auf eins der Pferde gesetzt und es geht zurück nach Leudersdorf.
Nach einem stärkendem Mittagsmahl machen sich die Frauen auf den Weg zum Wald um die Nachtkönigin zu wählen.
Wir Männer bleiben zurück, trinken Bier und ziehen am Nachmittag Brote aus einem Sack.
Die Brote wurden von Oisin gebacken und eines ist verbrannt. Wer dieses Brot zieht wird sterben und stellt somit den gehenden Winter dar. Am Abend wenn die Frauen singend zurück kommen wird er von der Mondkönigin erweckt und wird mit ihr als erstes durch das Feuertor gehen.
Gegen 17:00 Uhr kehren die Frauen von den Hügeln zurück. Wie oben bereits erwähnt, wir feiern Beltane, ein Sommerfest. Deshalb fängt es auch in dem Moment wo die Frauen zurück kommen an zu Schneien.
Patrick der Ledermann hat das verbrannte Brot gezogen und wir von Perchta die von den Frauen gewählt wurde, von den Toten erweckt.
Nachdem sie durch das Feuertor gegangen sind ziehen die anderen nach.
Das große Feuer was am Nachmittag von uns Männern aufgeschichtet wurde brennt in der zwischen Zeit auch und lässt die Kälte vergessen.
Der Abend verspricht was schon den ganzen Tag gesagt wird: „Heute wird gefeiert“
Der nächste Tag beginnt sehr schleppend. Aber nach zwei drei von Oisin`s guten Kaffees springt der Motor langsam an.
Gegen 14:00 Uhr sind wir fertig mit abbauen und verabschieden uns.
Zum Abschluss noch mal ein Dank an Ardaga. Einen besseren Saison Start kann man sich gar nicht wünschen. Ich /wir haben paar neue Leute kennen gelernt die wirklich sehr nett sind und wo ich hoffe sie wiederzusehen.
Ansonsten war das auch wieder ein Beweis, das egal welches Wetter man hat, mit den richtigen Leuten macht es auch dann richtig Spaß.